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Myanmar | Das Land der goldenen Pagoden

17 Tage Kultur- und Naturrundreise vom 28.12.12 – 14.01.13

„Du wirst noch einiges in Myanmar erleben, was dich zur Verwunderung bringt!“

Zum Jahreswechsel 2012/13 streifte ich mit 14 DIAMIR Reiselustigen durch Myanmar. Schnell wurde uns bewusst, dass dieses Land mit keinem zuvor besuchten vergleichbar sei, und gemeinsam erlebten wir eine Welt, die wir uns so nie hätten vorstellen können!

Bereits am ersten Reisetag erstarrten wir beim Anblick der Shwedagon-Pagode. Die heiligste und größte aller Pagoden des Landes zog uns sowohl durch ihre kunstvoll gearbeitete Gold- und Edelsteinpracht in ihren Bann, als auch durch das bunte Treiben, welches sich rund um die gigantische Stupa abspielte. Es war ein Sonntagnachmittag, an dem sich Jung und Alt in großer Zahl auf der Pagodenplattform traf. Familien gingen spazieren, saßen mit Picknick Körben zusammen, Kinder spielten und auf die ganze Anlage verteilt konnte man putzende Burmesen in Reih und Glied bei der sogenannten „Sonntags- Freiwilligenarbeit“ beobachten.

Unser erster Inlandsflug nach Mandalay lehrte uns, dass fliegen in Myanmar eher wie Busfahren ist! Im Flugzeug herrscht freie Sitzwahl, die Maschine selbst war wie ein Weihnachtsbaum dekoriert und das Verrückteste: man fliegt selten direkt, sondern legt Zwischenstopps ein, wo dann weitere Passagiere zu- oder aussteigen dürfen. Als ich Mi Shu, unsere lokale Reiseleiterin, erstaunt dazu befragte, lächelte sie mich an und sagte „Du wirst noch einiges in Myanmar erleben, was dich zur Verwunderung bringt!“

Somit waren wir auch nicht überaus überrascht, als unser Hotel am Abend alle Gäste zum Silvesterdinner einlud und dazu ein reichhaltiges Buffet mit Garküche im Garten aufbaute.

Auf halber Strecke nach Hsipaw (nördliche Shan- Staaten) besuchten wir auf dem Gebirgsrand die ehemalige Garnisonsstadt der Briten namens Maymo. Um Punkt 11 Uhr erinnerte uns der Purcell Tower an die Kolonialgeschichte: Der vom Londoner Big Ben bekannte Glockenschlag ertönte. Mit kleinen Pferdekutschen aus der Gründerzeit durchstreiften wir die mit hübschen Fachwerkhäusern gesäumten Gassen und besuchten den großflächig angelegten botanischen Garten.

Angekommen in Hsipaw sollte es mit kleinen Holzbooten auf Erkundungstour auf dem schönen Dothawaddy gehen. Als in dem einen Boot nur neun Reisende Platz nahmen, fingen die Bootsfahrer plötzlich an, wie wild zu diskutieren. Schließlich sprang der eine zurück aufs Land, suchte einen Stein und legte diesen ins Boot. Schlagartig entspannte sich die Situation. Mi Shu lächelte erneut und erklärte „In Burma ist der Glaube an die Nat (Geister) weit verbreitet. In einigen Regionen gilt die Zahl Neun bei Reisenden als Unglückszahl. Um dem Problem zu entgehen, kann ein Stein eine Person ersetzen und somit das Unheil abwenden. So einfach ist das – Ahoi, lieber Stein!

Von den Shan-Bergen ging es zurück nach Mandalay. Doch diesmal nicht mit dem Bus, sondern mit  dem Zug, dessen Schienenunterbau auch noch aus der Kolonialzeit stammt. Die längst verbogenen Gleise verliehen den behäbig aussehenden Wagen immer neue Impulse, so dass sie hin und her schwankten oder hoch aufsprangen; mit etwa 30km/h Durchschnittstempo zuckelten wir durch eine atemberaubende Landschaft, deren Höhepunkt das Gokhteik- Viadukt war. Es soll die zweithöchste Eisenbahnbrücke der Welt sein und erlaubt einen Blick in eine 300m tiefe Schlucht.

Von Mandalay nach Bagan fuhren wir mit einem Shwekeindari-Boot, das bereits in dem berühmten Gedicht „Road to Mandalay“ von Rudyard Kipling Erwähnung fand. Als wir nach 10-stündiger Fahrt schlussendlich in Bagan einliefen, wurden wir schon vom Ufer aus von dem Pagoden-Wald begrüßt und auf dem Weg zum Hotel wurde bewusst: in dieser Stadt gibt es mehr Tempel als Häuser. Besonders am nächsten Abend, als wir von einer Aussichtspagode den Sonnenuntergang genossen, offenbarte sich dieser unbeschreibliche Zauber.

Unsere Bootstour in Hspiaw sollte nicht die einzige Begegnung mit den Nat-Geistern bleiben. Bald ging es zum Mt. Popa, der im Volksglauben als Hauptsitz aller Geister gilt. Der imposante Vulkan hatte sich nach einem gewaltigen Erdbeben bis auf 1000m Höhe aus der Erde gehoben und daneben steht ein mit vielen Stupas gekrönter Felsen, auf dem sich zahlreiche Schreine für namentlich bekannte Geister befinden. Mi Shu erzählte uns zu einigen die betreffende Geschichte vom „schlimmen Tod“.

Nach 10 Tagen vielfältigster Tempelerfahrungen waren wir uns einig: uns kann nichts mehr erschüttern. Doch auch hierzu wurden wir nördlich von Kalaw eines besseren belehrt. Bei der Shwe – Umin-Stupa handelt es sich um eine riesige Tropfsteinhöhle, die mit über 8000 Buddhafiguren in unterschiedlichsten Größen, Materialien und Formen gefüllt ist. Ein unvergleichbarer und unvergesslicher Anblick.

Zum krönenden Abschluss besuchten wir den Inle- See, den größten See Ober-Myanmars. Die ansässigen Inthas leben dort in Pfahlbauten direkt über dem Wasser, und auch unser Hotelressort war im traditionellen Stil erbaut. Die nächsten Tage besuchten wir mit Kleinbooten den Markt, die Werkstätten verschiedener Handwerke, beobachteten Fischer bei ihren traditionellen Fangmethoden und Bauern, die ihre schwimmenden Gärten vom Boot aus bepflanzten. Bei Sonnenuntergang saßen wir auf unserer See-Veranda und ließen die berühmten Beinruderer an uns vorbei gleiten. Man war sich einig… dieser Ausklang ist unserer außergewöhnlichen Reise angemessen!

Mein Fazit: Ein Reiseland, das einen das Staunen lehrt und das man mit allen Sinnen erleben muss!

Sophie Streck, Ludwig Lechler und Bernhard Kürner

 

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Siehe auch

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