Corona in Myanmar und Konsequenzen für das Visum

Myanmar ist, wie viele andere Länder der Welt, von der Corona-Pandemie betroffen. Im Vergleich zu anderen asiatischen, europäischen und nordamerikanischen Ländern ist die Verbreitung des Virus in Myanmar immer noch begrenzt.

Strenge Maßnahmen der Behörden erscheinen wirksam

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Die Regierung von Myanmar hat frühzeitig Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus ergriffen. Eine dieser Maßnahmen ist ein Einreiseverbot für fast alle ausländischen Reisenden. Touristen und Geschäftsreisende dürfen mindestens bis zum 31. Juli nicht nach Myanmar einreisen, auch nicht, wenn sie ein gültiges Visum haben. Das E-Visa-System der Einwanderungsbehörden wird ebenfalls mindestens bis dem 31. Juli ausgesetzt. Visa können zwar noch beantragt werden, die Anträge werden jedoch erst genehmigt, nachdem die Einwanderungsbehörden von Myanmar wieder Anträge bearbeiten. Es ist noch nicht bekannt, wann das der Fall sein wird und wann die Einreisebeschränkungen in Myanmar gelockert werden. Der Luftraum Myanmars bleibt auf jeden Fall bis Ende Juli für den internationalen Flugverkehr geschlossen.

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Zusätzlich zum Einreiseverbot für ausländische Urlaubs- und Geschäftsreisende sind auch im Land selbst Maßnahmen ergriffen worden. Dazu gehören unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre von 00.00 bis 04.00, Beschränkungen für Zusammenkünfte (nicht mehr als 5 Personen dürfen zusammenkommen), Regeln für Social Distancing und weitere Schutzmaßnahmen. Deutsche, die sich noch in Myanmar befinden brauchen das Land nicht unbedingt sofort zu verlassen, auch nicht wenn ihr Visum Myanmar bald abläuft. Es wird jedoch empfohlen, sich in die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts (Elektronische Erfassung von Deutschen in Ausland) einzutragen und die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen in Myanmar sowie die Richtlinien des Robert Koch Instituts zu befolgen.

Die Anzahl der Infektionen und Todesfälle aufgrund von COVID 19 ist in Myanmar relativ gering. Bis jetzt (Stand 23.07.2020) wurden 343 Corona-Infektionen und 6 Todesfälle als Folge des Virus gemeldet. Die oben genannten Maßnahmen scheinen daher wirksam zu sein.

Weitere Entwicklung der Situation in Myanmar

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Obwohl die Situation in Myanmar im Vergleich zu anderen Ländern einigermaßen unter Kontrolle zu sein scheint, kann noch nicht mit Sicherheit gesagt werden, wann es möglich wird, nach Myanmar zu reisen. Die oben genannten Maßnahmen gelten auf jeden Fall bis dem 31. Juli. Erwartet wird, dass die Behörden von Myanmar danach wieder ein Update geben werden. Die Nachbarländer Thailand, Laos und Indien halten die Grenzen auch mindestens bis zum 31. Juli geschlossen. Vor allem in Indien nimmt die Anzahl der Infektionen schnell zu.

Reisende, die bereits ein gültiges Visum für Myanmar erhalten haben, können dieses Visum später noch verwenden. Die Gültigkeit von Visa, die zwischen dem 2. Januar 2020 und dem 21. März 2020 ausgestellt wurden, wird automatisch verlängert bis 90 nach dem Ende des Einreiseverbots. Sobald die Einreisesperre aufgehoben wird, haben diese Reisende daher noch 3 Monate die Möglichkeit, mit Ihrem alten Visum nach Myanmar zu reisen. Die Behörden von Myanmar hoffen auf diese Weise, nach dem Aufheben der Reisebeschränkungen wieder Touristen in das Land zu locken.

Aktuelle Informationen über das Coronavirus in Myanmar und die Folgen für das Visum finden Sie hier. Beachten Sie bitte auch die Reisehinweise vom Auswärtigen Amt, bevor Sie nach Myanmar reisen oder ein Visum Myanmar beantragen.

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