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Bago, Magwe & Mandalay

Nach der Hauptstadt Bago benannt, liegt diese Region in der Mitte der Ebene, die das Kernland Myanmars ausmacht. Hier führt die Achse Yangon – Mandalay entlang, und unterwegs bietet sich ein Stop in Bago an, wo ab 2019 der neue und größere internationale Flughafen Hanthawaddy – der alte Name der Stadt – eröffnen wird. Weiter nördlich, etwa vier Stunden mit dem Zug, liegt Taungoo, eine alte Königsstadt mit alter Stadtmauer. Direkt an der stark befahren Nord-Süd-Achse gelegen lädt die Stadt nicht gerade zu Verweilen ein, aber der Eindruck trügt! Nette Hotels am Reisfeld, ein Naturschutzreservat mit einem Camp für berentete Arbeitselefanten und die nun auch zugängliche Hill Station Thandaung, östlich von Taungoo im Kayin-Staat gelegen, lassen so manchen Gast hier länger verweilen, als ursprünglich geplant.

Vorbei an der neuen Hauptstadt Nay Pyi Taw, was sich mit „Königliche Residenz“ übersetzen lässt, gelangt man endlich in Mandalay an, der letzten Königshauptstadt und früherer Sitz der Konbaung-Dynastie.

Wer auf der Landkarte mit dem Zirkel einen Kreis mit einem Radius von 1000 Kilometern um Mandalay zeichnet, erhält eine Fläche, in der 10 Prozent der Weltbevölkerung leben.

Myanmars bedeutendstes Buddhaabbild in Mandalay
Myanmars bedeutendstes Buddhaabbild in Mandalay

Die früher als Stadt der Juwelen bezeichnete Stadt liegt am Ayeyawaddy und um sie herum befinden sich weitere ehemalige Hauptstädte, die man bequem mit einem Flussschiff erreichen kann. In Mandalay befindet sich der hochverehrte Mahamuni-Buddha, einer mit Unmengen von Gold beklebten Statue, von der die Legende behauptet, der Erleuchtete persönlich hätte sie geweiht. Mit der Shwedagon in Yangon und dem Goldenen Felsen gehört der Mahamuni zu den drei meistverehrten Sehenswürdigkeiten Myanmars, und der Abt der Anlage zu den am meisten respektierten des ganzen Landes. Die Entstehungslegende um Mandalay ist eng mit dem Mandalay Hill verbunden, wo einst Buddha mit seinem Schüler Ananda erschienen sein soll, und die Entstehung einer Stadt vorhergesagt hat. Diese Begebenheit zwischen Buddha und seinem Schüler wurde in Form von Statuen auf halbem Weg nach oben nachgebildet.

Aus diesem Grund befinden sich am Fuß des Mandalay Hill die wichtigsten Sakralgebäude der Stadt, allen voran die Kuthodaw Pagode, auch bekannt als das größte Buch der Welt, und das Goldene Kloster zu Mandalay, einziges originales Relikt des alten Königspalastes.

Aber Mandalay ist nicht nur ehemalige Königshauptstadt, sondern auch ein neues Zentrum zwischen China und dem Indischen Ozean. In Mandalay leben 1,3 Millionen Menschen. Das, was der britische Kolonialbeamte Eric Blair, vielen als George Orwell bekannt, vor 100 Jahren als charakteristisch für Mandalay (Schweine, Priester, Ausgestoßenen, Pagoden und Prostituierte) nannte, existiert nicht mehr in dieser Form. Diese Stadt ist modern und sauber, geschäftig und betriebsam. Anders als in Yangon gibt es hier Motorräder, mit denen Waren und Menschen viel schneller durch den Verkehr kommen, der auf einem effizienten rechteckigen Straßennetz viel schneller fließt, als in Yangon. Mehr als ein Drittel der Einwohner Mandalays sind Chinesen.

Außenansicht der U Min Thonze Pagode in Sagaing südlich von Mandalay
Außenansicht der U Min Thonze Pagode in Sagaing südlich von Mandalay

Im Süden der Stadt liegt am anderen Ufer des Ayeyarwaddys Sagaing, das buddhistische Zentrum des ganzen Landes. Viele tausend Mönche und Nonnen leben dort in den Klöstern, die buddhistische Universität ist nicht weit, und viele Tempel und Pagoden runden das Bild ab.

Schräg gegenüber liegt die Insel Innwa, ein alter Sitz einer früheren Monarchie. Der dörfliche Charakter Innwas ist bestechend, und die Fahrt mit der Pferdekutsche rundet diesen Eindruck ab, wenn es vorbei an Reisfeldern und Bauernhäusern zum alten Holzkloster und zum schiefen Turm von Innwa geht. Unweit Innwas liegt Amarapura – die Stadt der Unsterblichen. Dieser beschauliche Ort ist bekannt für seine traditionelle Seidenweberei, die in tausenden Manufakturen bis zur Perfektion betrieben wird, und für die längste Teakholzbrücke der Welt, benannt nach dem einstigen Bürgermeister der Stadt: U Bein, Herr Bein. Holz ist ein gefragtes Gut in Myanmar, und auf dem Irrawaddy sieht man die riesigen Holzflöße gen Süden treiben. Daneben sieht man Frachtschiffe, Tanker, Fischer und luxuriöse Passagierschiffe, die zwischen Mandalay und Bagan Flußkreuzfahrten anbieten. Bagan, die erste Königshauptstadt, gehört wie Mandalay zur Mandalay Region, und die erste und die letzte Königshauptstadt sind durch den mächtigen Ayeyarwaddy miteinander verbunden.

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Über Tobias Esche

Der studierte Südostasienwissenschaftler, dessen Großeltern schon in Myanmar lebten, lernte die Sprache Myanmars und arbeitete im Rahmen eines Forschungsprojekts in Myanmar. Es folgten weitere Veröffentlichungen wie zum Beispiel der Reiseführer „Myanmar- Unterwegs im Land der weißen Elefanten“, erschienen beim Trescher Verlag. Tobias Esche lebt und arbeitet in Yangon.

Siehe auch

Irrawaddy

Die Irrawaddy-Region wurde nach dem Irrawaddy benannt, der Lebensader des Landes, der hier in einem ...