• Einbeinruderer auf dem Inle-See

  • Auf dem Weg zum Mt. Popa

  • Dorfleben in Kalay

  • Manufaktur am Inle-See

  • Begegnung am Feldrand auf dem Weg von Bagan in Richtung Chin State

  • Ernte am Inle-See

  • Handwerksarbeit am Inle-See im Dorf Ywa Ma

Wirtschaft in Myanmar

Myanmar war und ist ein Agrarland mit gewaltigen Ressourcen. Erdgasvorräte, Hölzer, Kupfer und Edelsteine sind nur ein Teil davon. Wasserkraftreserven und riesige landwirtschaftliche Nutzflächen ergänzen das wirtschaftliche Potenzial des Landes, und nach dem Ende der Ächtung des Landes durch ausschließlich westliche Länder ist das Interesse nun groß, während sich aber Investoren jetzt mit denen aus anderen asiatischen Staaten messen müssen, die mit Myanmar keine Problem hatten und haben.

Verteilung des Bruttoinlandsproduktes

Die Bruttoinlandsprodukt in Höhe von knapp 60 Milliarden US-Dollar ist auf folgende Sektoren verteilt:

  • Land-/Forst-/Fischwirtschaft 36,4
  • Bergbau/Industrie 21,6
  • Handel/Gaststätten/Hotels 20,1
  • Transport/Logistik/Kommunikation 13,5
  • Bau 4,7

Entwicklung der Wirtschaft seit Ende der Militärherrschaft

Ein Erlass vieler Altschulden in den vergangenen zwei Jahren und die Möglichkeit, wieder internationale Kredite aufzunehmen, nachdem der Zugang zu internationalen Geldern zu Zeiten der direkten Militärherrschaft versperrt war, hat der Wirtschaft Myanmars spürbaren Aufschwung gegeben. Das bleibt auch dem Besucher nicht verborgen. Es wird überall im Land gebaut, es entstehen neue Straßen, Wohnhäuser mit internationalem Standard und die Tourismusindustrie erlebt eine gewaltigen Zuwachs: 2014 waren offiziellen Angaben zufolge etwa 3 Millionen Ausländer in Myanmar zu Besuch, wobei Thailand die größte geschlossene Besuchergruppe stellt, gefolgt von China und weiteren asiatischen Ländern.

Dieser regelrechte Wirtschaftsboom geht auf umfassende Reformen der Regierung seit 2011 zurück. Aber trotz aller Bemühungen behindern strukturelle Defizite in Bereichen der Telekommunikation (das Internet ist sehr unzuverlässig), der Ausbildung in allen Formen, der elektrischen Versorgung (es gibt regelmäßig Stromausfälle) und ein weiter vorherrschendes Misstrauen in den Reformwillen der Regierung umfassende ausländische Investitionen in die Wirtschaft Myanmars.

Ausländische Investitionen

In den vergangenen zwei Jahrzehnten flossen fast 90 Prozent der ausländischen Investitionen in die Bereiche Gas/Ölförderung und Energieerzeugung. Außerhalb dieser Sektoren wurden praktisch keine ausländische Investitionen getätigt. Erste kleinere Änderungen aber deuten einen Wandel an. Seit dem Systemwechsel gingen viele der genehmigten ausländischen Investitionen in die Bekleidungsbranche, den Tourismus und die verarbeitende Industrie.

Nach der Vergabe neuer Mobilfunklizenzen 2013 an Oredoo aus Quatar und Telenor aus Norwegen, wurden erhebliche Investitionen in diesem Bereich getätigt, wobei aber diese beiden Unternehmen nun vor einem weiteren, strukturellen Problem in Myanmar stehen: Unklare Land- und Bodenrechte, um Mobilfunktürme errichten zu können.

Die größten ausländischen Investitionen kamen 2013 aus China, Thailand, Hong Kong und Singapur. Japans Engagement in Myanmar hat sich weiter erheblich intensiviert, nachdem das Land seit der Unabhängigkeit der größte Geber an Entwicklungshilfe war, gefolgt von der Bundesrepublik.

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