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Myanmar | Natur & Kultur

17 Tage Kultur- und Naturrundreise vom 23.01.2015 – 08.02.2015

Tag 2 – Ankunft in Yangon
Am Flughafen in Yangon werden wir von unserer Reiseleiterin empfangen. Es ist eine Dame in einem eleganten Kostüm mit einem bodenlangen Rock in landestypischen Farben und einem dicken schwarzen Zopf, der ihr bis in die Kniekehlen reicht. Sie blickt uns mit ihrer dunklen Sonnenbrille überaus freundlich entgegen. Bei unserer Reiseleiterin haben wir aber bald gemerkt, dass sie sich nicht bloß äußerlich freundlich verhält, sondern dass sie sich wirklich mit voller Anteilnahme um uns kümmert.

Um 16:30 Uhr fahren wir mit einem Kleinbus los und zwar zur Shwegadon-Pagode. Das Wort „Shwe“ wird uns noch oft begegnen, es bedeutet „golden“ und in Myanmar ist sehr vieles golden! Nicht nur goldfarben, sondern aus massivem Gold oder richtig vergoldet mit echtem Blattgold! Um den knapp hundert Meter hohen Zentralbau in schlanker Glockenform, der von oben bis unten echt vergoldet ist, sind auf einer 50 Meter über der Stadt liegenden Plattform Dutzende von kleinen Tempelchen aufgebaut mit ebenso vielen Buddhafiguren. Vier von ihnen werden von den Gläubigen immer mit Wasser übergossen und gewaschen zur Zeichen der Ehrerbietung. Die anderen bekommen Blumen, Räucherstäbchen, Schüsseln mit Obst und Reis. Einer großen sitzenden, ca. 6 Meter hohen Buddhafigur kann man mit Hilfe einer Art Seidenmarkise und eines Seilzugsystems frische Luft zufächeln. Wir müssen alle barfuß gehen, aber das ist auf den glatt geschliffenen Platten recht angenehm. Als allmählich die Sonne untergeht, erstrahlen die mit Goldplättchen bedeckten Dächer erst recht.

Tag 5 – Mingun – Ava – Mandalay
Am Morgen fahren wir um 9:00 Uhr mit dem Boot auf dem Irrawaddy los, der poetisch als  „Straße nach Mandalay“ bezeichnet wird. Wir haben einen großen Kahn ganz für uns allein und einen schönen Blick auf die links und rechts vorbeiziehende Landschaft mit den fernen Bergen. Nach eineinhalb Stunden stromaufwärts erreichen wir das nördlich von Mandalay liegende Mingun. Von der Bootsanlagestelle sind es nur ein paar Schritte zu einer großen Ansammlung von Pferdefuhrwerken. Wir lassen sie aber zunächst links liegen, weil wir Hunger haben und erst in einem hübschen Gartenlokal mit schönen roten Sonnenschirmen eine Mittagspause machen. Nach der Kutschenfahrt setzen wir mit einer Fähre über den Myitnge-Fluss, wo schon unser Bus wartet. Die Zeit ist schon knapp, denn wir wollen noch den Sonnenuntergang auf der längsten Teakholzbrücke der Welt erleben. Der Bürgermeister U-Bein ließ sie 1850 aus den zurückgelassenen Pfählen der alten Hauptstadt in einer Länge von 1200 Metern über den seichten Taughthanman-See bauen. Heute ist die Brücke eine Touristensensation. Der Abend klingt aus mit einem süßen Cocktail auf der Dachterrasse unseres Hotels.

Tag 7  – Hsipaw
In der Frühe liegt Nebel über dem Fluss. Wir setzen mit der hoteleigenen Fähre auf das andere Flussufer über. Dort empfängt uns ein 22jähriger Jurastudent als lokaler Wanderführer. Wir marschieren durch Hsipaw und bleiben gleich bei einer Nudelfabrik hängen. Danach geht es über freie Felder, wo wir den Bauern bei der Arbeit zuschauen. Ein paar Wasserbüffel stapfen herum und Frauen rechen Heu zusammen und legen es auf Haufen ab. Auf der dreistündigen Wanderung blicken wir über viele Gartenzäune und bekommen einiges vom Leben der Bauern mit. Frauen waschen in Bachläufen die Wäsche und kleine Kinder werden nackend abgeschrubbt. Meistens winkt man uns fröhlich zu. Wie immer respektiere ich auch diesmal das Privatleben der Menschen und verzichte auf allzu intime Aufnahmen. Mittags machen wir in einer kleinen Garküche Station, wo wir eine gut schmeckende Nudelsuppe bekommen und grünen Tee.

Tag 13 – Inle-See
Das Shwe Inn Tha Floating Resort ist eine traumhafte Anlage, die auf hohen Stelzen komplett im Wasser steht. Wir haben ein eigenes geräumiges Häuslein für uns mit einer Terrasse und einem Waschraum, der eine halbrunde, in den Boden eingelassene Badewanne aufweist. Wir können also mitten im See in einer Badewanne baden! Gleich hinter dem Bett öffnet ein mehrere Quadratmeter großes „Schaufenster“ den Blick hinaus auf den abendlichen See und die dunklen, auf Stelzen stehenden Nachbargebäude. Wahrscheinlich ist das die schönste Unterkunft, die wir auf Reisen jemals erlebt haben! Solange der Himmel noch rot ist, bleiben Fotoapparat und Filmkamera in Aktion.

Tag 14 – Inle-See – Indein
Unsere späte Mittagspause machen wir in einem Restaurant, das deshalb so schön ist, weil man vom ersten Stock aus einen weiten Blick über den See und die schwimmenden Gärten hat. Wasserhyazinthen bilden im Laufe der Zeit einen natürlichen Teppich, in dessen Wurzeln sich der von den Flüssen angeschwemmte Schlamm allmählich zu einer Erdschicht verdichtet. So entstehen Flöße mit einer 1 Meter tiefen Humusschicht. Oft werden auf sie auch noch Algen und Schlamm zur Düngung aufgebracht. Die Gärten, in denen hauptsächlich Blumen, Tomaten, Gurken und Bohnen gezogen werden, können nur vom Boot aus bestellt werden. Damit sie nicht davonschwimmen, werden sie mit langen Bambusstangen im Seegrund verankert.

Wir fahren lange an solchen schwimmenden Gärten vorbei. Hie und da sehen wir auch einen Einbein-Ruderer. Die Intha, die „Söhne des Sees“ erfanden eine besondere Fischmethode. Sie gehen mit einem konisch geflochtenen Bambuskorb zum Fischfang. Dabei stehen sie auf einem Bein und klemmen das Ruder mit dem anderen Bein ein, um eine Hand für den Korb frei zu haben.

Tag 16 – Yangon
Den Vormittag nutzen wir dazu, noch einmal die Shwegadon-Pagode aufzusuchen und in aller Ruhe zu besichtigen. Mit dem Reiseführer in der Hand studieren wir die vielen Kunstwerke, wozu wir uns allerdings immer ein schattiges Plätzchen suchen müssen. Die Temperatur steigt nämlich in Yangon bis auf 33° Celsius an.

Wir verabschieden uns herzlich von unserer netten Reiseleiterin und dann geht es in Richtung Heimat.
Die schöne Zeit in Myanmar ist zu Ende.

H. Danner

 

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