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Shan

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Zu Gast bei den Shan

Im Osten der Union sieht man auf der Karte ein bergiges Gebiet, das an Thailand und, weiter nördlich, an China grenzt. Der Shan-Staat nimmt einen großen Teil dieser Region ein, und er ist ein Highlight für jeden Besucher. Der Thanlwin-Fluss, der bei Mawlamyine ins Meer mündet, teilt den östlichen Shan-Staat ab, und dieser ist ein wahres Paradies für Wanderer und Entdecker. Ab der Grenzstadt Tachileik kann man auch leicht über Land direkt nach Kyaingtong reisen, einem zentralen Ausgangspunkt für Wanderungen in die bergige Umgebung, wo unzählige Bergstämme mit so seltsam klingenden Namen wie Lisu, Palaung, Akha und vielen weiteren in ihren Dörfern und Langhäusern leben, und den fremden Besucher genauso neugierig bestaunen wie der Besucher es auch tut. Unweit Kyaingtongs befindet sich eine alte britische Hill Station, wo die alten Villa von Oberst Rubel nicht nur prächtig renoviert wurde, sondern auch ein Ort historischer Bedeutung ist. Loimwe war der östlichste Punkt des Britisch Empires!

Der nördliche Shan-Staat grenzt an China, und eine Reise auf der alten Burma Road ist heute eine Reise zwischen Mandalay und China, einer der Schlagadern des innerasiatischen Handels. Die Stadt Lashio, etwa 150 Kilometer von der Grenze zu China entfernt, war einst der Endpunkt für den Warenverkehr von oder nach China per Eisenbahn. Diese Strecke führt über das weltberühmte Goteik-Viadukt, einer Brücke, die mit 100 Metern Höhe eines der vielen Täler des Shan-Staats überbrückt. Entlang der Strecke finden sich ehemalige Fürstenresidenzen, wie die Stadt Hsipaw, nur zwei Autostunden südlich von Lashio gelegen. Wer tagelange Trekkingabenteuer mit Übernachtungen in Dörfern oder gar Motorradtouren sucht, ist hier richtig, und der historische Hintergrund der Stadt sollte nicht verpasst werden: Die Österreicherin Inge Sargent hat hier als Königin mit ihrem Shan-Fürsten im alten Palast von Hsipaw gelebt, eine Geschichte, die erst vor zwei Jahren verfilmt worden ist.

Elefanten mit ihren Mahouts in Myanmar
Elefanten mit ihren Mahouts in Myanmar

Schließlich, kurz vor den Toren Mandalays, liegt am Rand des Shan-Plateaus die alte britische Hill Station Pyin U Lwin, ein Kleinod an britischer Architektur, mit schmucken Villen, von denen einige heute noch als wunderschöne Hotels betrieben werden. Eine Pferdekutschfahrt durch diesen alten kolonialen Ort, der eins nach Oberst May nur als Maymyo bekannt war, rundet das Erlebnis im nördlichen Shan-Staat ab.

Der südliche Shan-Staat wiederum ist Heimat eines Naturwunders und daher auf jedem Reiseplan zu finden. Der Inle-See mit 22 Kilometern Länge und 11 Kilometern Breite liegt malerisch in einem Tal, umgeben von beeindruckenden Bergen. Auf ihm leben die Intha, die Söhne des Sees. Seit Jahrhunderten bauen Sie ihre Häuser auf Pfählen, ziehen ihr Gemüse von den schwimmenden Gärten, und treiben auf einem der Fünf-Tages-Märkte rund um den See herum Handel. Dort treffen sie auf die Pa-O, die Danu, die Shan, die Padaung, die Palaung und viele weitere Völker, die nur wegen des Marktes von ihren Dörfern hinter den Bergen anreisen, kaufen und verkaufen, Neuigkeiten austauschen und dann wieder heimfahren.

Weingut am Inle-See
Weingut am Inle-See

Der südliche Shan-Staat ist auch ein Weinanbaugebiet. Außerhalb der alten Fürstenstadt Nyaungshwe, die direkt am Inle-See liegt, befindet sich das Red Mountain Weingut, ein beliebter Ausflugsort. Weiter entfernt, und in einer viel schöneren Umgebung haben zwei Deutsche bereits im Jahr 1997 das Ayethayar-Weingut begründet, und deren Weine haben vielfach Preise gewonnen. Die Stadt Kalaw ist das Tour zum südlichen Shan-Staat. Wie auch in Pyin U Lwin findet man hier alte Kolonialvillen, dazu Hotels auf Berggipfeln, und eines der berühmtesten Restaurants Myanmars: Das Seven Sisters.

Wer vom Trekking nicht genug haben kann, unternimmt eine zweitägige Wanderung von Kalaw zum Inle-See, übernachtet in den Dörfern der Teebauern in einer Hütte, und teilt das Frühstück mit ihnen, bevor man am nächsten Morgen den Inle-See erreicht.

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Über Tobias Esche

Der studierte Südostasienwissenschaftler, dessen Großeltern schon in Myanmar lebten, lernte die Sprache Myanmars und arbeitete im Rahmen eines Forschungsprojekts in Myanmar. Es folgten weitere Veröffentlichungen wie zum Beispiel der Reiseführer „Myanmar- Unterwegs im Land der weißen Elefanten“, erschienen beim Trescher Verlag. Tobias Esche lebt und arbeitet in Yangon.

Siehe auch

Bago, Magwe & Mandalay

Nach der Hauptstadt Bago benannt, liegt diese Region in der Mitte der Ebene, die das ...